
Zu Anfang einige Fragen:
Was bedeutet Astrologie für Sie?
Welche Bilder verbinden Sie mit Astrologie?
Welche Erfahrungen haben Sie mit Astrologie gemacht?
Welche Fragen haben Sie zur Astrologie?
Bitte schreiben bzw. emailen Sie mir - Ihre Anmerkungen und Fragen sind immer
willkommen!
Zitate zum
Nachdenken
“Wie oben so
unten, wie innen so aussen” Hermes
Trismegistos
Hermeneutik=Auslegung und Erklärung von Texten, Kunstwerken, Zeichen und
Symbolen. Metaphysische Methode des Verstehens menschlichen Daseins, Verbindung
zur Existenzphilosophie.
“Als ‘Zufall’ bezeichnen wir nur solche gesetzmässigen Abläufe und
Zusammenhänge, deren ursächlichen Verknüpfungen wir mit unserem begrenzten
Begriffsvermögen noch nicht vollständig erfassen können.”
Dr. Hans Endres
“Die Astrologie knüpfte stets an die Grundansicht an, dass das Universum ein
geordnetes Ganzes, also gleichsam ein Organismus sei. Und auf dem Boden dieser
Grundansicht wird nun nicht etwa ein kausaler Einfluss der Sterne auf das
Menschenschicksal behauptet, sondern Sternenkonstellation und Schicksal stehen
in akausaler Korrelation, das eine ist Indizum für das andere.” Dr.
Hans Driesch
“Was geschieht, passiert nicht dem Individuum, sondern das Individuum passiert
die Ereignisse. Es trifft auf sie und gibt ihnen ihre eigene Bedeutung.” Dane
Rudhyar
“Das Geburtshoroskop ist das Mandala der Inkarnation eines Individuums.” Dane
Rudhyar
“Das Auge durch welches ich Gott sehe ist das Auge durch welches er mich sieht.”
Meister Eckehart
In Einklang mit dem Universum…
Astrologie als erfahrbare Kunst
Warum funktioniert Astrologie?
In Einklang mit dem Universum…
Das Universum ist ein kontinuierlicher Schöpfungsprozess - ebenso wie unser
Leben.
In immerwährender Wandlung, nach dem Prinzip ‘Ordnung im Chaos’, hat es über Jahrtausende die Menschheit fasziniert, Wissenschaftler herausgefordert, Dichter und andere Künstler beflügelt, Mystiker, spirituelle Lehrer und Schüler inspiriert und Fragen nach dem “woher” und “wohin” in jedem Menschen hervorgerufen.
Schöpfung ist nicht ein einmaliger historischer Akt (wie es eine wörtliche Interpretation der biblischen Schöpfungsgeschichte nahelegen würde). Sie geschieht vielmehr permanent als kreativer Wandlungsprozess, an dem alles Leben teilhat, d.h. als Mit-Schöpfung von allem was existiert.
Mir gefällt der Vergleich mit einer hochkomplexen, unendlichen Symphonie von Energien, die von unsichtbarer Hand dirigiert wird. Als weitere Metapher kommt mir ein kosmischer Tanz von Planeten, Sonnensystemen und Galaxien im Weltraum in den Sinn.
Jede/r von uns hat als ‘Mikrokosmos’ Teil an dieser Gesamt-Symphonie und an diesem grossen Tanz. Es gibt auch keine falschen Schritte in diesem Tanz und keine Misstöne in dieser Symphonie. Und kein einziges Lebewesen ist überflüssig, wir alle gehören in wunderbarer Weise dazu.
Auch unser menschliches Leben hier auf der Erde, dem Lebewesen Gaia, ist eine sich ständig wandelnde Schöpfung. So wie unsere Körperzellen einen bestimmten Lebenszyklus haben, wie sie entstehen, ihre Funktion erfüllen, absterben und durch neue ersetzt werden, ebenso geschieht die dynanische Entfaltung unseres Lebens als Ganzes.
Bestimmte Lebensstadien, wie Kindheit, Pubertät oder Zeiten von Beziehungen, Phasen im Arbeitsleben und von Projekten, die wir ins Leben rufen, sie alle haben solche ‘Lebenszyklen’, sie entstehen, reifen und vergehen. Wenn wir reifen und persönlich wachsen wollen, dürfen wir nicht an einem Stadium festhalten, wenn es Zeit ist zum Wandel.
Mir gefällt das Bild des tibetischen Lehrers Kalu Rimpoche:
“Der Körper ist wie ein Hotel, dessen Gast das Bewusstsein ist. Bald wird der Reisende, der von Land zu Land zieht, zu neuen Zielen aufbrechen und das Hotel zurücklassen, das ihn aufgenommen hat.”
Meiner Ansicht nach finden mehrere ‘Tode’ und ‘Reinkarnationen’ auch innerhalb eines Lebens statt. Auch diese Lebensstadien sind wie Hotelaufenthalte. Wie könnten wir andauernd in einem Hotel festsizen, wo wir doch das ganze Land oder mehrere Länder erkunden wollen? Also müssen wir weiterziehen, wenn die Zeit reif ist.
Mit jeder Entscheidung die wir treffen und mit jeder Handlung die wir begehen mit-erschaffen wir unsere Wirklichkeit und die uns umgebenden Umstände. Manifestation ist die Dynamik von Handlung und Anziehung. Es liegt an uns, ob wir sie als Kampf und Anstrengung oder als eleganten und lebensfrohen Tanz erleben.
Astrologie kann uns zeigen, wie wir uns mit unserem Lebensanliegen und mit der jeweiligen Energie der Zeit in Einklang bringen können, sodass die Wandlungsprozesse des Lebens bewusster stattfinden und Mit-Schöpfung und Manifestation glatter
ablaufen.
Was also ist Astrologie?
Astrologie als erfahrbare Kunst
Astrologie beruht auf einem zeitlos-universellen Symbolismus und spricht uns daher auf tiefen Bedeutungsebenen an, so wie oftmals künstlerischer Ausdruck. Wie beim Zugang zu einem Kunstwerk ist es wichtig, die ganzheitlich-intuitive Seite einzusetzen, deren Sitz mit der rechten Gehirnhälfte in Verbindung gebracht wird. Erst dann können wir den Symbolgehalt und die tiefere Bedeutung eines Horoskops als Ganzes erfassen.
Wir Astrologen interpretieren Kunst - faszinierend-schöne Kunstwerke, als die sich uns die individuellen Horoskope mit all ihren reichhaltigen Symbolgehalten präsentieren.
Auch ein Blick auf die tägliche Lebenswirklichkeit zeigt uns, in welch mannigfaltig-phantasievoller Weise sich astrologischen Symbole immer wieder manifestieren. Mit etwas astrologischem Hintergrund und Übung kann jede/r von uns ein Gefühl dafür entwickeln, wie lebendig Astrologie ist. Wenn wir uns darauf einlassen, werden wir mit wachsender Neugier und fast kindhaftem Staunen beschenkt. Solches ‘Erfahrungslernen’ ist ein spannender Prozess, der mich selbst seit langem fasziniert.
Die zeitlosen astrologischen Symbole (v.a. Zeichen- und Planetenenergien) lassen sich auch
in künstlerischer Weise zum Ausdruck bringen, etwa durch Collagen und andere gegenständliche Medien, oder durch
Astrodrama. Wir werden dann zum Astro-Künstler oder -Schauspieler.
Wenn wir lernen, den astrologischen Symbolismus in uns zu integrieren und im aussen zu erkennen, öffnen sich ganz neue Dimensionen. Unser geistig-spiritueller Horizont weitet sich und wir fühlen uns mehr und mehr mit dem Universum
eins.
Astrologie als Symbolsprache
Worte sind geschriebene Symbole oder akustische Klangbildungen, die stellvertretend für bestimmte Erfahrungen gebraucht werden, um diese Erfahrungen zu
kommunizieren, z.B.
Baum, Blume, Wolke, Berg, Computer, oben, essen.
In einer anderen Sprache werden dieselben(?) menschlichen Erfahrungen als ganz andere Buchstaben- oder Klangkombinationen zum Ausdruck gebracht, z.B.
Englisch: tree, flower, cloud, mountain, computer, above, eating.
Spanisch: arbol, flor, nube, montana, ordenador, abajo, comer.
Auch Astrologie kommuniziert Symbole, die für menschliche Erfahrungen stehen. Die grundlegenden Symbole, mit denen die (westliche) Astrologie arbeitet, sind universell und seit ca. 3000 Jahren im Gebrauch. Über die Zeit hinweg und in den unterschiedlichen Kulturen haben sich allerdings immer wieder neue Manifestationen dieser Symbole entwickelt.
So drückt sich z.B. die Symbolik des Planeten Merkur (der schnellste Planet im Sonnensystem, in der Mythologie als ‘wendiger, schelmischer, einfallsreicher Götterbote, Patron der Kaufleute und Diebe’ bekannt) durch alle Formen von Kommunikation, Lernen, Funktionen des Geistes, Denken, Informationsaufnahme und -weitergabe, Transportmittel und -wege, Handwerk und Handel aus. Dies sind einige typische mit dem Symbol “Merkur” in Verbindung zu bringende menschliche Erfahrungen und
Funktionen. Merkur steht auch in Verbindung zur Tarotkarte I “Der Magier”. Die menschliche Grunderfahrung bleibt erhalten, findet aber historisch und kulturell immer neue Ausdrucksformen. So waren im 19.Jh (in der westlichen Welt) zwar Briefe und Druck, Post, Fahrräder, Kutschen und Eisenbahn als merkuriale Manifestationen bekannt, noch nicht aber Autos und Passagierflugzeuge, Computer, Telekommunikationssysteme, Internet etc., die im 20.Jh hinzukamen. Im 21.Jh. wird das Spektrum fast täglich kontinuierlich erweitert.
In ähnlicher Weise tauchen ständig neue Ausdrucksformen für die Planeten-Symbole von Venus, Mond, Jupiter etc. auf, ‘ausgediente’ verschwinden. Die urmenschlichen Erfahrungen von Liebe, Schönheit, Verbundenheit (Venus), Gefühlen, Bedürfnissen, Gewohnheiten (Mond) oder Wohlstand, Weite, Expansion (Jupiter) werden auf kollektiver und individueller Ebene in immer neuen Varianten erlebt und zum Ausdruck gebracht.
Die symbolischen Prinzipien bleiben jedoch erhalten, weil sie ein Ausdruck grundlegender menschlicher Bedingungen und Erfahrungen sind. Menschen werden immer, unabhängig von Zeit und Kultur, kommunizieren und denken, Liebe und Anziehung, Gefühle und Bedürfnisse, Freiheit und Glück erfahren, in welcher Form auch immer.
Der berühmte schweizer Psychologe Carl Gustav Jung nannte diese Grunderfahrungen menschlichen Lebens, die sich durch alle Zeiten und Kulturen ziehen,
Archetypen. Mithilfe von Astrologie kann festgestellt und beschrieben werden, in welcher besonderen Weise diese Archetypen in jedem einzelnen vom uns
wirken. Astrologie kann insofern als Sprache gesehen werden, als sie diese Symbole zum Gegenstand hat und Mittel zur Auslegung bereitstellt. Angewandte Astrologie ist daher Übersetzung dieser abstrakten, zeitlosen und archetypischen Symbole hinein in die tägliche
Lebenserfahrung.
Astrologie und Heilung
Der Begriff ‘Heilung’ ist abgeleitet von ‘heil/ganz werden’. Ganzheit ist heilsam und gesund. Ein Grundprinzip der Heilung besteht darin, die einzelnen Teile des Körpers und der Psyche zu würdigen und in ihrer Integration in die Gesamtheit des Menschen zu unterstützen, sodass sie (wieder) ihre Funktion zum Wohle des Ganzen erfüllen können.
Die Astrologie bietet Wege an, sich selbst und andere besser zu verstehen. Dies geschieht durch Blick auf das Ganze eines Menschen, das aus einer wunderbaren, individuellen Komposition unterschiedlicher Seiten und Funktionen der Persönlichkeit besteht, aber immer mehr als die Summe seiner Teile ist. Humanistische, psychologische Astrologie ist daher Psycho-Synthese. Sie macht sichtbar, wie sich die Teile der Psyche zueinander verhalten, wie sie sich zeitlich-dynamisch entwickeln, und wie dieser Prozess zur ‘Wandlungs-Schöpfung’ unseres Lebens
beiträgt. Mit der Würdigung des Lebensweges und Lebenssinnes eines Menschen in solcher Weise kann der Heilungsprozess beginnen.
In persönlichen Beziehungen kann Astrologie helfen, die Beiträge der Partner und die Dynamik zwischen ihnen, aber auch den ‘Charakter’ der Beziehung als solcher zu erkennen und zu würdigen. Dies sind wichtige Bedingungen für die Gesundung und Ganzwerdung einer
Beziehung.
Funktioniert
Astrologie?
Über die letzten 3 Jahrtausende hinweg hat die Astrologie der Menschheit empirisches Erfahrungswissen zur Beschreibung der Entsprechung zwischen Makrokosmos (unser Sonnensystem) und Mikrokosmos (dem Leben auf der Erde, jedes Menschen, bis hinab zu jeder
Zelle) geliefert. Die Erfahrung zeigt, dass Astrologie nach dem alten hermetischen Grundsatz “Wie oben, so unten” über all die Zeit hinweg funktioniert hat und sich dieser Grundsatz in jedem Moment bewahrheitet.
Kritiker behaupten jedoch, Astrologie basiere allein auf selbsterfüllender Prophezeiung, nach dem Motto: “Woran man glaubt, das zieht man an!”Auch das psychologische Phänomen der ‘selektiven Wahrnehmung’ wird oft gegen die Astrologie ins Feld
geführt. Beide Prinzipien beruhen auf dem manchmal ‘magisch’ erscheinenden Phänomen, dass wir das wahrnehmen und in der uns umgebenden Welt manifestieren, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken und woran wir fest glauben.
Richtig ist sicher, dass, wenn man davon überzeugt ist, dass Astrologie ‘funktioniert’ und ihr viel Aufmerksamkeit schenkt, sie studiert, eigene Erfahrungen mit anderen austauscht etc., man auch ausgiebiges ‘Beweismaterial’ dafür findet, dass die Welt ‘nach den Gesetzen der Astrologie funktioniert’.
Dieser Mechanismus wirkt aber genauso für andere Disziplinen, Wissenschaften, Philosophien oder Glaubenssysteme. Wenn wir uns mit einer Weltanschauung identifizieren und sie intensiv studieren, tendieren wir dazu, die Welt durch diese spezifische Linse zu sehen.
Wenn uns etwa die Quantenphysik als eine Art die Welt zu erklären stark anspricht, werden wir die natürliche Tendenz haben, Phänomene der Welt als Ausdruck der Gesetze der Quantenphysik zu sehen. Wenn wir Buddhismus oder Jung’sche Psychologie zu unserer Lieblings-Weltanschauung wählen, werden ihre jeweiligen Lehren uns stark in unseren Einsichten inspirieren, aber auch die ‘Brille’ sein, durch die wir die Welt sehen. Und wenn wir von Astrologie fasziniert sind, weil wir persönlich am besten Zugang zu ihren Lehren und Symbolen haben, werden wir die uns (be-)treffenden Phänomene in astrologischer Hinsicht
deuten. Natürlich werden wir uns in der Regel mit einer Kombination von Lehren identifizieren und Beweise für deren Wirksamkeit in unserer Erlebniswelt wiederfinden.
Nach meinem Verständnis sind all diese Ansätze und Systeme die Welt zu erklären, für sich genommen gültig und bieten der Menschheit wertvolle Erkenntnismöglichkeiten. Sie koexistieren nebeneinander und stehen nicht in Konkurrenz zueinander um ‘die einzige Wahrheit’.
Jede/r einzelne kann entscheiden, welche ‘Systeme’ ihn/sie am besten ansprechen und seine/ihre eigenen Einsichten anreichern. Für mich wie für viele andere ist dies
Astrologie.
Sonnenzeichen-Astrologie?
Die sogen. ‘Sonnenzeichen-Astrologie’, die sich in Form von Büchern (“Alles über den Widder”) sowie als tägliche, wöchentliche und monatliche Kolumnen in Zeitungen, Zeitschriften und zunehmend auch online finden lässt, in denen sich Widder bis Fische regelmässig Rat in Form von Warnungen und Versprechungen für den entsprechenden Zeitraum abholen können, ist in der Regel nicht als seriöses und ethisches Angebot astrologischer Dienstleistungen anzusehen (sh. Link ‘Beratungsethik’).
Die meisten Leser konsumieren diese Beiträge auch ganz bewusst allein wegen ihres reinen Unterhaltungswerts, der oft recht gut ist. Leider schadet jedoch diese oft krasse Vereinfachung und Verzerrung der Astrologie deren Bild in der Öffentlichkeit stark.
Die meisten Menschen, auf Astrologie angesprochen, kennen zwar ihr Sonnenzeichen, meinen allerdings, die ‘Sonnenzeichen-Astrologie’ in den Medien sei sowohl vom Inhalt als auch vom Zweck her all das, worin Astrologie bestehe.
Zunächst einmal betont diese Art von Astrologie auf sehr generalisierende Weise einen einzigen Faktor im individuellen Horoskop, nämlich das Tierkreiszeichen, in dem sich die Sonne am Tag der Geburt befunden hat. Die dabei oftmals vorzufindenden kalendarischen Angaben (z.B. “Widder - 21.03.-20.04.”) haben zusätzlich einen zusehr vereinfachenden Effekt, da in Grenzfällen nicht notwendigerweise verlässlich ist, dass die Sonne sich tatsächlich zum spezifischen Zeitpunkt der Geburt schon bzw. noch in dem jeweiligen Tierkreiszeichen befunden hat.
Darüberhinaus ist, wie erwähnt, der Tierkreiszeichen-Stand der Sonne nur ein, wenn auch wichtiger, Faktor im sehr individuellen, komplizierten Horoskop. So kann in einem Geburtshoroskop die Sonne der einzige ‘Planet’ (astrologischer Übereinkunft gemäss werden auch Sonne und Mond im Jargon ‘Planeten’ genannt) in diesem Zeichen (z.B. Widder) und gar Element
(hier: Feuer) sein. Es ist gut möglich, dass der Horoskopeigner sich in solch einem Fall mit den Qualitäten dieses Zeichens und Elements nicht sosehr identifiziert, und, da er nur die ‘Sonnenzeichen-Astrologie’ kennt, vielleicht allgemein nichts von Astrologie
hält. In einem anderen Fall hat ein Horoskopeigner auch noch weitere Planeten in diesem Zeichen und die Sonne ist im Horoskop ausserdem ‘stark gestellt’. Dieser Mensch mag allein aufgrund seiner Berührung mit der Astrologie durch die Sonnenzeichen-Variante viel mehr geneigt sein, der Astrologie insgesamt zu vertrauen.
Jedoch erst wenn ein präzises Geburtshoroskop erstellt wird, können alle Faktoren der individuellen Persönlichkeitsstruktur einbezogen werden. Nur so ist wirklich eine Aussage über den einzelnen Menschen möglich.
Interessant dürfte sein, dass die regelmässigen Kolumnen-Aussagen der ‘Sonnenzeichen-Astrologen’ zu bestimmten Lebensbereichen, wie etwa Finanzen, Beziehungen, Familie, Freunde, Kinder, Beruf etc. sich auf die ‘Häuser’ (auch ‘Felder’ genannt) im Horoskop beziehen. Um diese Aussagen treffen zu können, also z.B. einem Widdergeborenen etwas zu seinem Liebesleben sagen zu können, unterstellt der Sonnenzeichen-Astrologe (der ja keinerlei persönliche Daten einbezieht), dass das jeweilige Sonnenzeichen und der Aszendent aller Adressaten (hier: aller Widdergeborenen) identisch ist, ihre Sonne sich im 1. Haus oder am Ende des 12. Hauses befindet und der Aszendent am Anfang des Sonnen-Zeichens steht. Diese Bedingungen treffen aber selbstverständlich nur für einen kleinen Bruchteil der Leser zu, nämlich solche Personen, die kurz vor oder nach Sonnenaufgang geboren wurden.
Darüberhinaus ist der Stil der meisten Sonnenzeichen-Kolumnisten mehr oder weniger offensichtlich von Voraussage und Verhaltensanweisung geprägt: Den Sonnenzeichen wird prophezeit, welche - oft recht konkreten - Widrigkeiten oder Freuden zu erwarten sind und wie sie am besten darauf reagieren sollten.
Wenn diese journalistischen Beiträge vom Leser zur reinen Unterhaltung konsumiert werden, ist dadurch nicht dem Einzelnen, sondern ‘nur’ dem Ruf der Astrologie geschadet. Manche Menschen suchen aber nach Orientierung in ihrem Leben und vertrauen sich dabei der Astrologie an. Diesen Menschen würde ich dringend empfehlen, herauszufinden, welch reichhaltiger Nutzen und welch tiefgehende Einsichten aus einer individuellen Horoskop-Interpretation und -Beratung gewonnen werden
kann.
Warum funktioniert Astrologie?
Die orthodoxe Wissenschaft (welche übrigens stark Saturn-orientiert ist), wirft der Astrologie vor, ihre Prämissen könnten mit wissenschaftlichen Methoden nicht bewiesen werden. Unter ‘wissenschaftlich’ ist hier zu verstehen: basierend auf einem physikalischen oder anderweitig
positivistisch messbaren Ursache-Wirkungs-Zusammenhang.
Da beispielsweise kein wissenschaftlicher Beweis dafür erbracht werden kann, dass der Magnetismus oder andere messbare Kriterien des Planeten Venus Einfluss auf das Liebesleben der Menschen hat, wird die Verbindung zwischen Venus und Liebe von Seiten der Wissenschaft nicht anerkannt und daher insgesamt
abgelehnt. Was mit ihren eigenen Mitteln und ihrer formalen, materialistischen Logik nicht bewiesen werden kann, hat für die klassisch-orthodoxe Wissenschaft keine Gültigkeit.
Hingegen behaupten die Astrologen gar nicht, dass das Magnetfeld oder andere physikalische Komponenten der Planeten die Menschheit in kausaler Hinsicht beeinflussen. Dies wäre eine rein materialistische und deterministische Weltanschauung.
Vielmehr beschreibt und interpretiert Astrologie das synchronistische, akausale, wunderschön synchronisierte Zusammenspiel zwischen ‘Oben’, d.h. dem Makrokosmos, unserem Sonnensystem in Bezug auf den Tierkreis, und ‘Unten’ d.h. unserer irdischen, individuellen oder kollektiven menschlichen Erfahrung.
Unter Synchronizität ist zu verstehen: Zwei oder mehrere Ereignisse geschehen zusammen (griech. ‘syn-‘), und zwar gleichzeitig oder in nahem zeitlichen (griech. ‘chronos’) Zusammenhang. C.G. Jung weist darauf hin, dass Synchronizitäten nicht nur zufällige Gleichzeitigkeiten sind, sondern eine sinn- und bedeutungsvolle Beziehung zwischen Ergeignis A und B besteht (siehe dazu im
einzelnen: englischer Link ‘Synchronicity’).
Wie erwähnt, arbeitet die Astrologie mit Symbolen, die stellvertretend für Grundtypen menschlicher Erfahrung
(Archetypen) stehen. Die Symbolik der Planeten hat noch immer direkten Bezug zu den Qualitäten der ägyptischen, griechischen und römischen Götter und Göttinnen, die in der Antike ‘Patrone’ dieser menschlichen Ur-Erfahrungen waren. Die Namen der meisten Planeten beziehen sich noch immer direkt auf römische Gottheiten.
In unserer modernen Zeit haben wir den Bezug zu dieser Götterwelt verloren, die aus der Mythologie dieser antiken Hochzivilisationen heraus entstand. Was fortbesteht, sind die archetypischen Ausdrucksformen, denen diese Götter und Göttinnen Gestalt gegeben haben. In der Antike wurden diese Archetypen kollektiv als Gottheiten dargestellt. Heutzutage verehren oder fürchten wir andere ‘Gottheiten’ individuell und kollektiv. Wir würden sie nur nicht als ‘Götter’ oder ‘Göttinnen’ ansehen.
Berühmte Persönlichkeiten, spirituelle und politische Führer oder Tyrannen, sie alle verkörpern idealisierte oder dämonisierte menschliche Eigenschaften, welche die Gemeinschaft in ihnen sieht bzw. auf sie projeziert und so ermöglicht, dass diese Personen ‘lebende Legenden oder lebende Monster’ werden können. Als Beispiele können genannt werden: J.F. Kennedy, Marilyn Monroe, Madonna, Prinzessin Diana, James Dean, Mutter Theresa, Nelson Mandela, Königin Elisabeth II, Papst Johannes Paul II, der 14. Dalai Lama, Michail Gorbatchov, Ayatollah Khomeini, Adolf Hitler. Obwohl jede dieser Personen ein vielschichtiger, individueller Mensch ist bzw. war, repräsentiert jede/r von ihnen gleichzeitig eine Kombination bestimmter klassischen Archetypen.
Auch Glaubenssyteme, Ideologien, Lehren und ‘Programme’, wie etwa Kommunismus, Kapitalismus, Protestantismus, Katholizismus, Wicca, Buddhismus, Naturspiritualität, etc. stehen für bestimmte Archetypen. Gleichzeitig behandeln diese ‘Programme’ auch typischerweise eine Dynamik von verschiedenen Archetypen, und zwar oft eine Polarität zwischen den idealisierten im Gegensatz zu abgelehnten, abgespaltenen, zu bekämpfenden oder zu überwindenden, jedoch auch in den Schatten getretenen ‘Feind’-Anteilen.
Mit etwas Aufmerksamkeit können die Archetypen in vielfältiger Weise täglich neu erkannt werden, welch eine interessante Entdeckungsreise!
Der astrologische Symbolismus beschreibt diese Archetypen. In der Astrologie steht Venus z.B. für die menschlichen Erfahrungen von Liebe und Zuneigung, Anziehung, Nähe, Genuss, (Wertschätzung von) Schönheit und Kunst, etc. Nach dem synchronistischen Prinzip werden Menschen, in deren Horoskop Venus betont ist, tatsächlich diese ‘venusischen’ Themen mehr schätzen und ausleben als andere, nicht aufgrund eines kausalen Einflusses von Venus, sondern weil sie ihrer Natur gemäss Träger von Venusenergie
sind.
Wie funktioniert Astrologie?
Die konstituierenden Faktoren der Astrologie sind eine Dreiheit von
Mensch /Ereignis
Zeit
Ort
Diese Dreiheit in der Welt findet immer wieder neue Ausdrucksformen. Wir erleben sie intensiv, wenn wir das Gefühl haben, “zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein”. Es ist nur allzumenschlich, unser Leben optimieren zu wollen, indem wir die ‘richtige’ Zeit für den Start einer Unternehmung, den ‘richtigen’ Lebenspartner, den ‘richtigen’ Ort
suchen. Es gibt m.E. allerdings kein absolutes ‘richtig’. Der Geist tendiert dazu, kontrollieren und optimieren zu wollen, um Glücklichsein zu erreichen und frei von Leiden zu sein.
Und ich verstehe Astrologie nicht als ‘Versicherung’ gegen Leid oder als Mittel zur Zukunftskontrolle, als könne Wissen darüber “was die Planeten mit uns tun” uns diese Macht verleihen. Dies wäre letztlich nichts anderes als die Kehrseite von
Fatalismus. Und das Mittel das wir einsetzten, um die Zukunft kontrollieren zu wollen, würde letztlich uns kontrollieren und wie eine Droge abhängig machen. Und wir würden auch in ein Abhängigkeitsverhältnis zum Drogendealer, nämlich dem Astrologen, geraten!
Als Astrologin verstehe ich mich weder als allmächtige ‘Seherin’, noch als Wahrsagerin oder ‘Zukunfts-Versicherungsmaklerin’. Ich möchte auch nicht meine Kunden zu Drogenjunkies machen. M.E. kann kein Mensch konkret die Zukunft voraussagen, d.h. vorhersagen, welche konkreten Ereignisse sich im Leben eines anderen Menschen oder einer Gruppe von Menschen abspielen werden oder wie ein anderer Mensch sich in einer bestimmten Situation entscheiden oder verhalten wird. Dies liegt - welch ein Segen - ausserhalb unserer menschlichen Macht!
Was ich in Beratungen anbieten kann, ist eine spirituelle und gleichzeitig praktisch-erdverbundene Coaching-Lebensberatung unter Verwendung des astrologischen Instrumentariums.
Was Astrologie wertvoll macht, ist ihre Möglichkeit zu beschreiben, wie die archetypischen, universellen Energien zu einer bestimmten Zeit zusammenspielen und im Leben eines Menschen ihre Resonanz finden.
Dies bedeutet aber nicht, dass der Mensch in seinen Handlungen oder Entscheidungen determiniert ist. Es gibt viele unterschiedliche Arten, mit diesen Energien umzugehen. In einer astrologischen Beratung kann diskutiert werden, in welcher Weise der Klient sich mit diesen Energien verbünden und sie sich zunutze machen kann, anstatt nur auf sie zu reagieren und sich in einer ‘Opferrolle’ zu fühlen.
Angewandte Astrologie kann in konstruktiver, bestärkender Weise helfen, sich selbst (eigenes Geburtshoroskop) und andere (Horoskopvergleich, Kinderhoroskop) besser zu verstehen. Es kann auch beleuchtet werden, welche Lebensausrichtung an anderen Orten der Welt zu erwarten ist
(Astro-Weltkarte, Ortshoroskope und Ortskompatibilität).
Die Triade Mensch/Ereignis - Zeit - Ort zeigt sich auch auf folgende Weise:
Für uns Menschen ist jede Geburt und jeder bedeutsame Beginn eines Lebewesens oder Ereignisses nur im Kontext von Zeit und Ort erlebbar. Das Zeitkontinuum und der Ort in der Welt sind unsere menschlichen Bezugspunkte. Und alles Leben ist eingebettet in kosmische Rythmen.
Die der Astrologie zugrundeliegende Philosophie besagt, dass eine Geburt oder ein Ereignis genau dann stattfindet, wenn die Zeit reif ist, an dem jeweiligen Ort genau das abzubilden, was ins Leben tritt bzw. beginnt. Es besteht ein bedeutungsvoller, synchronistischer Zusammenhang zwischen der bestimmten Qualität der Zeit und den charakteristischen Qualitäten des Lebewesens oder Ereignisses. Zeit und ‘Geburt’ entsprechen sich gegenseitig. Und der Ort bietet die Möglichkeit der Manifestation in der
Materie. Wer und was auch immer zu einem bestimmten Zeitpunkt seine Existenz beginnt, nimmt in bedeutungsvoller Weise teil an der spezifischen ‘Zeitqualität’ (bzw. Energie der Zeit) und startet damit auch gleichzeitig seine Zeitrythmen von diesem Zeitpunkt an.
Jede neue Phase im Leben, wie z.B. Heirat, Unternehmensgründung, Arbeitsplatzwechsel, Umzug etc, hat einen bestimmten ‘Charakter’, der mit der Energie der Zeit zu tun hat, zu welcher diese Phase beginnt, zusammen mit der Energie der betroffenen Menschen. Und das jeweilige Projekt wird ab seinem Beginn in bestimmten Zyklen verlaufen, dies wiederum in Beziehung zu den jeweiligen
Menschen. Wenn wir diese Projekte starten, klinken wir uns ein in die Charakteristik der Startzeit (‘Zeitqualität’), die wir mit unseren Vorbereitungen nur bis zu einem gewissen Masse beeinflussen können. Mit der Zeit wird sich herausstellen, was aus der Anfangserfahrung
wird. Mithilfe der Astrologie lassen sich nicht nur der Anfangscharakter dieser Projekte beschreiben, sondern auch die Rythmen und Zyklen, welche es ab seinem Start durchlaufen wird.
Dies alles gilt umso mehr für die Geburt eines Kindes. Die Eltern haben noch viel weniger Einfluss auf Zeit und Umstände der Geburt als etwa auf die Planung ihrer Hochzeit oder ihres Umzugs. Forschungen zeigen sogar, dass der Embryo durch Ausschüttung bestimmter Hormone seine Geburt quasi selbst einleitet. Und alle Eltern werden bestätigen, wie wenig Einfluss sie letztlich auf Charakter und Lebensweg ihres Kindes haben, der eigenständigen Regeln, Rythmen und Zyklen folgt.
Jedes Lebewesen reagiert auf die kosmischen Rythmen unterschiedlich, nämlich im Einklang mit seiner individuellen Anlage. So wie Menschen mit unterschiedlicher biologischer Anlage verschieden auf bestimmte Umweltbedingungen, wie Hitze, Kälte, Viren usw. reagieren, entsprechend machen verschiedene ‘kosmische Konstitutionen’, welche im Horoskop abgelesen werden können, den Menschen geneigt, auf bestimmte Zeitenergien unterschiedlich zu reagieren.
So wie in jeder Körperzelle die gesamte genetische Information der DNS enthalten ist, so spiegelt das abstrakte Horoskopbild die ‘kosmische DNS’ wider. Im Wege einer Horoskopinterpretation kann daher diese DNS, d.h. können der einzigartige Charakter eines Menschen, seine kosmischen Anlagen und Zyklen diagnostiziert werden. Daher sind nach einer Beratung Kunden oft erstaunt, wie genau ihr Wesen und ihre Lebensthemen durch Astrologie beschrieben werden können.
Seriöse, ethische Astrologie masst sich nicht an, bestimmte konkrete Ereignisse vorhersagen zu können, oder bestimmen zu können, wie sich ein Mensch in einer bestimmten Konstellation entscheiden oder verhalten wird. Dies obliegt, wie erwähnt, dem stets freien Willen des Einzelnen.
Entsprechend der Analogie mit dem genetischen Material macht uns eine bestimmte astrologische Konstellation und seine Entwicklung im Laufe des Lebens aber geneigt, mit bestimmten Lebensbedingungen in unserer eigenen, besonderen Weise, nämlich entsprechend unseres einzigartigen Charakters und unserer inneren
Dynamik, umzugehen. Es ist jedoch wie mit bestimmten Körpermerkmalen, wie gute oder schlechte Sehkraft, lange oder kurze Beine, etc.: Wir benutzen zwar unseren Körper entsprechend unserer Stärken oder Schwächen, haben aber auch immer die freie Entscheidung wie wir mit diesen Eigenschaften umgehen, ob wir auf sie stolz sind, unter ihnen leiden oder eine neutrale Einstellung haben, ob sie behandeln lassen oder nicht, ob wir Raubbau an unserem Körper betreiben oder ihn pflegen…
Wenn wir durch Astrologie oder andere diagnostische Methoden etwas über bestimmte psychologische Dynamiken in uns erfahren, haben wir in ähnlicher Weise die Wahl: Wir können diese Dynamiken nach wie vor in alter Weise ausagieren oder auf andere projezieren und dadurch immer wieder dieselben alten Probleme ‘aufwärmen’. Oder wir können uns auf den Weg machen, uns selbst besser zu verstehen, die Teile unseres Wesens zu integrieren, mit ihnen konstruktiv umzugehen, und in solcher Weise ihrer Energie Ausdruck geben.
Mit einer astrologischen Prognose (die wie gesagt nicht als ‘Prophezeiung’ missverstanden werden soll), ist es ähnlich wie mit einem Wetterbericht: Der Astrologe beschreibt die kosmischen Bedingungen für den Klienten, d.h. welche gegenwärtigen und bevorstehenden planetarischen Konstellationen den Klienten geneigt machen, entsprechend seiner besonderen Geburtskonstellation darauf anzusprechen. Aber es liegt ganz beim Klienten, ob er kreativ und im Einklang mit diesen kosmischen Energien umgeht oder nur auf sie re-agiert, womöglich voller Widerstand und Anstrengung und mit Opferhaltung.
Wenn wir einen Wetterbericht hören, der Regen, Wind und Temperaturen von 10 Grad Celsuis vorhersagt, haben wir natürlich trotzdem die Freiheit, Badeanzug und Sonnenbrille zu tragen und auf das Wetter zu schimpfen, oder aber im Einklang mit den Wetterbedingungen eine wasserfeste Jacke und Stiefel anzuziehen und einen erfrischenden und anregenden Spaziergang am Meer zu geniessen.
In ähnlicher Weise können wir mithilfe der Astrologie herausfinden, wie es um die ‘energetische Wetterlage’ und ‘Zeitqualität’ bestellt ist und wie wir kreativ mit diesen Faktoren umgehen können, sodass wir unsere Anlagen am besten einsetzen um mit Leichtigkeit mit dem natürlichen Lebensfluss der Manifestation mitfliessen.
Letztendlich jedoch, und aus spiritueller Perspektive, wird der Weg wohl dahin führen, sich von jeglicher Identifikation zu lösen, sodass wir alle Schöpfungen des Geistes und alles was geschieht und von der Astrologie als Korrelation zwischen ‘Oben’ und ‘Unten’ beschrieben werden kann, ‘nur’ wahrnehmen und beobachten.
Der Geist tendiert dazu, damit beschäftigt zu sein, die Vergangenheit auszuwerten und auf sie gefühlsmässig zu reagieren oder für die Zukunft zu planen, um letztlich die Lebensumstände so zu kontrollieren, dass möglichst Schmerz vermieden und Glücklichsein (bzw. die Vorstellung davon) erreicht
wird. Der Kern dessen, was unsere Erfahrung ausmacht und der einzige Ort an dem Schöpfung wirklich passiert, ist jedoch das Hier und Jetzt. Nach meinem Verständnis ist das, was die spirituellen Lehren Erleuchtung nennen, ein Verbleiben im Gewahrsein der Existenz im Hier und Jetzt und ein Leben aus dieser Haltung.
Die wunderbare Entsprechung von Kosmos und Leben auf der Erde ist m.E. nicht dazu da, dass wir uns noch mehr mit dem Geist (bzw. dem
Verstand) identifizieren. Wenn wir Synchronizitäten hingegen direkt erfahren, so hören wir, wie durch sie die kostbare Gegenwart spricht, die ja diese kosmischen Entsprechungen zusammenhält. Dann sind wir auch mit der Gegenwart verbunden. Wenn wir uns immer wieder diesen erlebbaren Kern der Astrologie gewahr machen, kann dieser Zugang und diese Erfahrung unseren menschlichen Kern im Inneren
berühren.
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